Bienenzucht

Schwammtuch für die Varroose Bekämpfung

Die Varroose ist eine der gefürchtesten Bienenkrankheiten in Europa und verursacht regelmäßig größte Verluste. Verursacher ist die Varroamilbe (Varroa destructor), ein Parasit, der sowohl die erwachsenen Bienen als auch die Bienenbrut schädigt. Ein Varroosebefall führt zu Missbildung (z.B. Stummelflügel), Verkrüppelung und Absterben der Brut. Die Krankheit ist unter anderem mit zugelassenen Varroaziden behandlungspflichtig.

Viele Imker setzen auf den Einsatz von organischen Säuren wie Milch-, Oxal- oder Ameisensäure. Diese Säuren oder deren Salze kommen natürlicherweise im Stoffwechsel von Pflanzen und Tieren oder direkt in manchen Honigsorten vor. Der Einsatz der organischen Säuren wird ergänzend nach der letzten Honigernte im Herbst und im Winter erfolgen und verhindert kritische Rückstände, die sich sonst vor allem im Bienenwachs anreichern könnten. Bei einer entsprechenden Konzentration im Wachs würde schließlich auch der Honig belastet werden. Die Säuren sind im Gegensatz zu den konventionellen Behandlungsmitteln nicht fettlöslich, so dass eine Anreicherung im Wachs nicht möglich ist. Diese Vorgehensweise wird von einzelnen Ministerien und Bieneninstituten empfohlen.

Als einziges Varroazid kann die Ameisensäure auch bei Völkern mit Brut eingesetzt werden. Die Ameisensäure wird durch Verdunsten ins Bienenvolk gebracht. Dafür bietet sich die Verdunstung mit Hilfe des Kalle Schwammtuches an.

Bei dieser Art der Behandlung wird ein trockenes Schwammtuch auf einen Teller oder eine ähnliche säurefeste Unterlage gelegt. Auf dieses Tuch gibt man nun mit einer Spritze die zur Behandlung notwendige Ameisensäure (60% ad us vet.). Das Schwammtuch wird anschließend ohne Unterlage oberhalb des Volkes z.B. direkt auf die Oberträger der Rähmchen der obersten Zarge gelegt. Da der Ameisensäuredampf schwerer ist als Luft, sinkt er nach unten, wodurch alle Bienen erreicht werden. Das Schwammtuch sollte spätestens einen Tag nach der letzten Behandlung aus dem Volk genommen werden, da es anderenfalls von den Bienen angebaut oder sogar zerschrotet wird.

Die Behandlung muss mindestens einmal, meistens aber zwei bis dreimal wiederholt werden.

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